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Google, Facebook, Amazon – 3 Projekte, die unsere Vorstellungskraft überschreiten

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Die Standard-Suchmaschine? Freunde anstupsen? Oder doch online ein Buch shoppen? – Das war Schnee von gestern. Was die Superstars der Tech-Branche Google, Facebook und Amazon heute auf der Agenda stehen haben, sprengt ihren ursprünglichen Rahmen. Und das ist auch gut so! Denn obwohl Larry Page, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos bei der Umsetzung neuer Marktideen keine Garantie für deren Ausgang haben, liegt der Schlüssel zum Erfolg im ständigen Hinterfragen des eigenen Geschäftsmodells. Wir haben uns aktuelle Projekte der drei Tech-Giganten herausgepickt und dabei festgestellt: Das Erfolgsrezept gleicht hier eher einer Reise in unbekannte Gefilde, als einem Weg über ausgetrampelte Pfade. 3 Projekte, die Sie zum Staunen bringen.

Das „Google-Brain”

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Mit Produkten wie YouTube, Android und Chrome hat Google den Technologiemarkt vor allem für Endnutzer wesentlich geprägt. In der Forschungsabteilung Google X tüftelt der Tech-Riese seit 2011 an einem Projekt namens „Google Brain”, das sich auf künstliche Intelligenz spezialisiert. Das Ziel: Anhand von computer- und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen sollen Neuronenverbindungen des menschlichen Gehirns „nachgebaut” werden. 2012 verkündet Google den erfolgreichen Aufbau eines neuronalen Netzwerks, das mit Hilfe von 16.000 Computern kognitive menschliche Prozesse simulieren kann. Die Komplexität dieser Datenverarbeitung hebt den Forschungsstand von künstlicher Intelligenz auf ein neues Level: Maschinen sollen Daten- und Rechenleistungen so effizient wie möglich gestalten, um diese dann zum Beispiel als Service anzubieten oder im Rahmen der Smart-Home-Technologie einzusetzen.

Google setzt also ganz gezielt auf Forschergeist und neue Ideen. Die Marschrichtung dahinter ist klar: Wettbewerbserfolg steht und fällt mit der Frage, ob man am Puls der Zeit ist. Nur so lässt es sich schließlich dauerhaft mit dem rasanten Fortschritt mithalten.


Das Facebook-Projekt „Aquila”

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Viele kennen die Erfolgsgeschichte des jungen Harvard-Studenten Mark Zuckerberg, der innerhalb weniger Jahre aus einem Wohnheimprojekt ein milliardenschweres Imperium geschaffen hat. Über 1,7 Milliarden Menschen nutzen Facebook jeden Monat. Das klingt zwar viel, ist de facto aber lediglich die Hälfte aller Internet-User. Genau das ist auch das Problem. Denn der für seine Ambitionen bekannte Facebook-Gründer will auch die restlichen 4 Milliarden Menschen erreichen, die aktuell noch keinen Internetzugang haben. Mit dem Facebook-Projekt „Aquila” wird dieses Vorhaben möglicherweise bald Realität. Die skurrile Idee dahinter: Eine solarbetriebene Drohnenflotte von der Größe einer Boeing 737, die aus 18.000 Metern Höhe Internetsignale mit einem speziellen Lasersystem Richtung Boden sendet, soll abgelegene Regionen mit Internet versorgen. Die Kehrseite der Medaille neben dem finanziellen Aspekt – das kühne Projekt verschlänge Unsummen an Geld – ist die Frage der Datenhoheit: Facebook würde anderen Netzwerken nämlich keine Netzneutralität gewähren. Videos von Facebook könnten dann womöglich schneller laufen als YouTube-Videos. Das ist auch die Erklärung, warum sich Indien im vergangenen Jahr gegen das Projekt aussprach. Vor dem Hintergrund eines möglichen Kontrollverlusts über das Internet bleibt abzuwarten, wie andere undemokratische Länder dem Ansinnen von Mark Zuckerberg gegenüber stehen.

Dennoch: Vom Wohnheimprojekt zum erdumspannenden „Facebook-Kosmos” ist es in der Theorie ein weiter Weg und den muss man Facebook erstmal nachmachen!


Das Amazon „Projekt 1492”


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Der Legende nach lieferte Amazon-Gründer Jeff Bezos seine Bücher noch selbst aus, als er 1995 mit seiner Bücherdatenbank online ging. Nun tüftelt er an neuen  Möglichkeiten im Bereich Gesundheitswesen. Sie haben richtig gelesen: Mit dem „Projekt 1492” will Bezos offenbar eine Art Cloudsystem für Ärzte bereitstellen, das auf Gesundheitsdaten der Kunden zugreifen kann. Die sensiblen Daten sollen künftig genutzt werden, um Patienten auf virtuellem Weg kostenpflichtige Arzttermine anbieten zu können. Doch damit nicht genug: Amazon will offenbar ein eigenes Telemedizin-Netz aufzubauen. Patienten können ihre Daten dadurch bequem von zu Hause aus einreichen und sie analytisch auswerten lassen. Wer denkt, dass das nicht steigerbar ist, sollte jetzt weiterlesen, denn es kommt noch besser: Amazon könnte mit diesem Datenwunderwerk künftig in der Lage sein, Krankheiten vorherzusagen und entsprechende Therapien vorzuschlagen – lange bevor die Krankheit tatsächlich ausbricht. Hier scheiden sich allerdings die Geister, ob ein derartiger Fortschritt einen menschlichen Wunschtraum realisieren oder die Entwicklung in Richtung Gläserner Mensch durch ein Privatunternehmen noch verschärfen würde.

Unabhängig davon, welchem der beiden Lager man angehört: Amazon ist ein Paradebeispiel dafür, wie weit ein Unternehmen sich von seinem ursprünglichen Geschäftsmodell entfernen kann.

Was wir daraus lernen

Die Zutaten, die es für langfristigen unternehmerischen Erfolg braucht, können wir an den drei Giganten Google, Facebook und Amazon wunderbar ablesen: das kontinuierliche Sondieren finanzstarker Zukunftsmärkte, eine große Portion Erfindergeist, den Mut, festgesetzte Grenzen zu hinterfragen und wenn nötig zu überschreiten, und schließlich eine Prise Verschrobenheit. Fragen Sie sich also regelmäßig, ob Ihre Geschäftsausrichtung noch zeitgemäß ist und wie sie diese in Richtung zukunftsweisender Märkte ausbauen können. Denken Sie dabei aus Kundenperspektive, indem Sie sich überlegen, mit welchen Vertriebskanälen und welchem Content Sie Ihre Kunden am besten abholen. Und wenn Ihnen zwischendurch Zweifel kommen, halten Sie sich an Jeff Bezos’ Leitsatz: „Verdopple die Anzahl der Experimente pro Jahr und du verdoppelst deinen Einfallsreichtum.” Also: Legen Sie los!


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Amazon ist nicht umsonst einer der größten Player auf dem Markt. Woran das liegt? Der Marktgigant macht verdammt viel richtig. Doch was Amazon kann, können Sie auch! Hier erfahren Sie, wie.

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Stefanie Evita Schaefer

Autor: Stefanie Evita Schaefer

Stefanie Evita Schaefer ist Content Marketing Manager bei Shopgate. Als gelernte Literaturwissenschaftlerin und frühere Lektorin ist sie geübt darin, die unterschiedlichsten E-Commerce-Themen verständlich auf den Punkt zu bringen. Ihr Interesse gilt immer der Perspektive des Online-Händlers, den sie mit Hintergrundwissen und Tipps in seinem Daily Business unterstützt.

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