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Black Friday – 5 Facts zu einem der beliebtesten Shopping-Events der Geschichte

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Das Verkaufshighlight am 24. November

Elf Jahre nach seiner Premiere ist der Black Friday in Deutschland vollständig angekommen. Auch hierzulande läutet der vierte Freitag im November mittlerweile den Einkaufsstart für die Weihnachtssaison ein.

Laut einer Salesforce-Analyse soll der diesjährige Black Friday sogar der umsatzstärkste Internet-Einkaufstag in der Geschichte der USA werden. Und auch für deutsche Händler sehen die Prognosen sehr vielversprechend aus. Bevor auch Sie am 24. November mit attraktiven Rabatt-Aktionen 24 Stunden lang den Auftakt des Weihnachtsgeschäfts ankündigen, geben wir Ihnen die 5 wichtigsten Facts rund um das beliebte Shopping-Event mit:

  1. Black Friday – ein Name, viele Mythen
  2. Der Black Friday erobert Europa
  3. Der Black Friday im Alters- und Geschlechtervergleich
  4. Die Black-Friday-Bestseller
  5. Die Black-Friday-Gewinner

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1. Black Friday – ein Name, viele Mythen

Der Black Friday ist in nahezu der Hälfte der US-Bundesstaaten ein gesetzlicher Feiertag. Während an diesem Tag in den USA hauptsächlich die Geschäfte und Filialen der Einzelhändler einen rasanten Umsatz verzeichnen, findet in Deutschland der größte Einkaufs-Hype online statt. Warum heißt dieser Tag aber „Schwarzer Freitag“, wenn er doch einen so positiven Effekt auf das Geschäft der Händler hat? Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass der Black Friday seinen Namen dem Börsencrash in New York von 1929 verdankt. Denn dieser denkwürdige Tag ereignete sich an einem Donnerstag und ist deshalb als „Black Thursday” in den USA bekannt. Infolge der Zeitverschiebung war es zum Zeitpunkt des Crashs in Deutschland bereits Freitag. Neben diesem Irrtum kursieren drei weitere Mythen rund um die Namensherkunft des Black Friday:

Der Mythos vom Umsatz

Am Black Friday wurden schon immer besonders hohe Umsätze erzielt. Mit den eingefahrenen Gewinnen schaffte es so mancher Händler endlich aus den roten Zahlen und schrieb buchstäblich „schwarze Zahlen“ – der Black Friday war geboren.

Der Mythos von den Geldscheinen

Ein ähnlicher Mythos besagt, dass Händler nach dem umsatzstarken Tag so viele Geldscheine zählen mussten, dass ihre Hände von der Druckerschwärze der Geldscheine am Abend schwarz waren.

Der Mythos von den Menschenmassen

Anstatt auf Geldscheinen gründet der dritte Mythos auf Menschenmassen. Die Rede ist von dem Schwarm an Menschen, der durch die Rabatte auf die Straßen gelockt wurde und in Richtung der Einkaufszentren walzte. Aus der Entfernung betrachtet wirkten diese Schnäppchenjäger wie eine große schwarze Masse.

Und was ist nun des Rätsels Lösung?

Die wahre Geschichte hinter dem Black Friday scheint in die 1950er Jahre auf die amerikanische Stadt Philadelphia zurückzugehen. Namensgebend für den Begriff war niemand Geringeres als die Polizei. Sie gebrauchte den Ausdruck „Black Friday“, um das Chaos zu beschreiben, das alljährlich am Tag nach Thanksgiving in der Stadt herrschte. An diesem Tag drängten jedes Jahr riesige Menschenmassen in die City, da viele frei hatten und zusätzlich am darauffolgenden Samstag ein großes Footballspiel stattfand. Konsequenz dieses Menschenandrangs war ein Verkehrschaos mit unzähligen Überstunden für die Gesetzeshüter. Für diese unliebsame Mehrarbeit erfanden sie die Metapher des Black Friday. Und von Philadelphia aus bereitete sich der Begriff über das ganze Land aus.


2. Der Black Friday erobert Europa 

Im Auftrag des Verbraucherforums mydealz.de führte das Meinungsforschungsinstitut Statista jüngst eine repräsentative Studie mit 6.000 Konsumenten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien durch. Aufhänger war die Frage, wie diese zum Black Friday stehen. Für Händler ist das Ergebnis äußerst erfreulich, weil es deutlich zeigt, dass sich der Black Friday mittlerweile in Europa als feste Größe etabliert hat.  Lediglich 11,18 Prozent (= 112 von 1.002 Befragten) gaben bei der von mydealz beauftragten Studie an, den Black Friday nicht zu kennen. Rund 89 Prozent (= neun von zehn Deutschen) kennen das Shopping-Event hingegen. Im Vergleich mit den vier größten Wirtschaftsnationen Europas rangiert Deutschland auf Platz 4: 88,8 Prozent der Deutschen kennen das Shopping-Highlight.

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© Mydealz / Statista

3. Der Black Friday im Alters- und Geschlechtervergleich

Gerade der jüngeren Zielgruppe der 29- bis 39-jährigen ist der Black Friday nicht nur ein Begriff. Wie die auf einer aktuelle Studie des EHI Retail Institute basierende Grafik zeigt, erfreut sich dieser Tag bei den Weihnachtseinkäufen sogar zunehmender Beliebtheit.

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Interessanterweise sind Männer dem Black Friday gegenüber aufgeschlossener als Frauen: Von den für mydealz befragten Deutschen gaben 64,9 Prozent der Männer an, am Black Friday einzukaufen. Die Frauen schneiden mit 62,1 Prozent vergleichsweise schlechter ab.

In puncto Kaufkraft unterscheiden sich jüngere und ältere Verbraucher ebenfalls deutlich in ihrem Einkaufsverhalten: Verbraucher zwischen 25 und 44 Jahren visieren beim Black Friday größere Ausgaben an: Jeder vierte Verbraucher zwischen 25 und 34 und fast jeder Dritte zwischen 35 und 44 Jahren ist bereit, zwischen 100 und 300 Euro auszugeben. Der Anteil der so genannten „Big Spender“ mit Ausgaben über 300 Euro liegt in beiden Altersgruppen sogar deutlich oberhalb des Durchschnitts – bei 4,2 beziehungsweise 7,0 Prozent. Auf der anderen Seite stehen ältere Verbraucher, allen voran die über 65-jährigen: Der Anteil der so genannten „Medium Spender“ mit Ausgaben von 100 bis 300 Euro liegt unter den vor dem Jahr 1952 Geborenen nur bei 5,4 Prozent, der Anteil der „Big Spender“ lediglich bei 0,5 Prozent.

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© Mydealz / Statista

4. Die Black-Friday-Bestseller

Online-Händler mit Produkten aus den Segmenten Kosmetik, Mode und Lebensmittel können sich freuen: Sie zählen zu den beliebtesten Bestsellern am Black Friday. Denn Kosmetikartikel (36,3 Prozent), Mode und Accessoires (32,3 Prozent) und sogar Lebensmittel (29,0 Prozent) wurden von Konsumenten anlässlich der für mydealz in Auftrag gegebenen Studie als Black-Friday-Lieblingsprodukte genannt. Offenbar nutzen viele Verbraucher das Shopping-Highlight ganz bewusst, um Bedarfsgüter zu Schnäppchenpreisen zu erwerben. Ein Blick auf die übrigen beiden Warengruppen in den Top 5 bestätigt diesen Eindruck: Haus-und-Garten-Produkte (28,3 Prozent) und Sport und Freizeit (26,6 Prozent) liegen auf den Rängen vier und fünf.

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© Mydealz / Statista

5. Die Black-Friday-Gewinner

Und wer sind nun die Gewinner des Black Friday? Die Statista-Ergebnisse fördern Erfreuliches zutage: Online-Händler liegen gegenüber dem klassischen Handel vorne. Das hat seinen Grund darin, dass der Black Friday hierzulande in den ersten Jahren überwiegend im Internet stattfand. Statt klassischer Händler läuteten vor allem Online-Shops mit speziellen Rabattaktionen das Vorweihnachtsgeschäft ein. Der Einzelhandel schloss sich erst später an. Diese Entwicklung schlägt sich auch in den Zahlen nieder: 63,5 Prozent der Deutschen geben an, dass sie dieses Jahr am Black Friday im Internet einkaufen wollen, 61,2 Prozent ziehen den klassischen Handel vor. Die Online-Präferenz manifestiert sich auch in den Altersgruppen: Erwartungsgemäß schneidet die Altersgruppe der 35 bis 44-jährigen am besten ab: 75,7 Prozent wollen online und nur 72 Prozent im klassischen Handel einkaufen. Aber auch in der Altersgruppe der über 65-jährigen liegen Online-Händler vorne: 38,4 Prozent der Senioren ziehen Online-Shopping am Black Friday vor. Lediglich 37,0 Prozent möchten im klassischen Handel einkaufen.

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© Mydealz / Statista

Eindeutige Tendenzen lassen auch die Ausgaben erkennen, die Konsumenten für den „Tag der Tage” anvisieren: Obwohl der Anteil der „Small Spender“ (= Verbraucher, die weniger als 100 Euro ausgeben wollen) im klassischen Handel bei 43,1 Prozent und im Online-Handel nur bei 39,5 Prozent liegt, können Online-Händler mit höheren Warenkörben rechnen. Denn jeder fünfte Verbraucher will am Black Friday online zwischen 100 und 300 Euro ausgeben. Demgegenüber liegt der Anteil der „Medium Spender“ (= Verbraucher mit Ausgaben von 100 bis 300 Euro) im klassischen Handel nur bei 15,6 Prozent. Bei den „Big Spender“ (= Verbraucher mit Ausgaben über 300 Euro) ist online mit Ausgaben bis zu 6,0 Prozent zu rechnen. Der klassische Handel verzeichnet hingegen mit 2,8 Prozent weniger als die Hälfte. Dieser Sieg geht also eindeutig auf das Konto des Online-Handels.

Außerdem gut zu wissen

Was bedeuten diese Ergebnisse nun für Sie? Nutzen Sie den Black Friday ganz gezielt, um Ihre Umsätze als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft anzukurbeln. Cross-Device-Angebote kommen hierbei sicherlich am besten an. Locken Sie Ihre Kunden daher mit exklusiven Angeboten wie Daily Deals und stark rabattierten Verkaufsaktionen in Ihre App und bieten Sie zugleich stationäre Preisknüller an. Denn laut Statista werden Konsumenten dieses Jahr am Black-Friday-Wochenende mehr als 1,3 Milliarden Euro ausgeben. Bedenken Sie bei der Rabattschlacht unbedingt eines: Der Begriff „Black Friday” ist hierzulande geschützt. Daher Vorsicht bei der Verwendung des Begriffs in Verbindung mit Rabatt-Aktionen, denn hierfür fallen saftige Lizenz-Gebühren an.

Werden Sie lieber selbst kreativ. Inspiration können Sie sich bei den Großen holen. Ikea beispielsweise setzt in einer aktuellen Instagram-Story auf die Macht des Sprachspiels und wandelt den Black Friday kurzerhand in Black-Freudays-Angebote um.

Ikea-Story-Black-Freudays.jpgQuelle: Instagram / ikeadeutschland

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Mobile Marketing, Studien & Trends

Stefanie Evita Schaefer

Autor: Stefanie Evita Schaefer

Stefanie Evita Schaefer ist Content Marketing Manager bei Shopgate. Als gelernte Literaturwissenschaftlerin und frühere Lektorin ist sie geübt darin, die unterschiedlichsten E-Commerce-Themen verständlich auf den Punkt zu bringen. Ihr Interesse gilt immer der Perspektive des Online-Händlers, den sie mit Hintergrundwissen und Tipps in seinem Daily Business unterstützt.

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