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Chance für Online-Händler: Apple plant neue Such-Features im App-Store

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Laut Bloomberg Technology (auch mobilbranche.de berichtete) plant Apple gerade im Geheimen, den eigenen App-Store zu überarbeiten. Das vorrangige Ziel soll sein, die Auffindbarkeit von Apps in Apples App-Store zu verbessern und den App-Betreibern zudem die Bewerbung der Apps zu erlauben.

Rund 100 Personen soll das Team um Todd Teresi, ehemaliger Leiter des iAd-Werbesystems (hört, hört), umfassen. Bestätigt ist seitens Apple bisher nichts. Für Online-Händler mit eigener App sind das dennoch spannende Neuigkeit - aus mehreren Gründen.

Mehr Einfluss für App-Betreiber

Neben der klassischen App Store Optimierung sind derzeit vor allem das App-Indexing bzw. gezielte Werbekampagnen (bspw. via AdWords, Paketbeileger o.ä.) die einzigen echten Möglichkeiten, etwas für die Sichtbarkeit der eigenen (Shopping-)App zu tun. Beherrscht man alle genannten Disziplinen und baut diese konsequent in den eigenen Marketing-Mix ein, ist man als App-Betreiber zwar gut aufgestellt und kann sich gegen die geschätzt 1,5 Millionen Apps im Apple App-Store auch entsprechend behaupten - in Sachen ASO allerdings immer nur passiv.

Sollten die Gerüchte stimmen, wovon grundsätzlich ausgegangen werden kann, können Online-Händler in Zukunft jedoch ganz konkret Einfluss auf das Ranking nehmen: Mittels eines eigenen Werbeprogramms. Das kennen wir bereits von Google. 

Among the ideas being pursued, Apple is considering paid search, a Google-like model in which companies would pay to have their app shown at the top of search results based on what a customer is seeking. For instance, a game developer could pay to have its program shown when somebody looks for “football game,” “word puzzle” or “blackjack.” Paid search, which Google turned into a multibillion-dollar business, would give Apple a new way to make money from the App Store.

Apple stärkt eigenen App-Store

Der Ausbau der eigenen App-Store-Funktionalitäten bedeutet allerdings auch, dass Apple noch stärker als zuvor in die Attraktivität des App-Stores investiert. Ein gutes Zeichen, sowohl für App-Betreiber, als auch für Nutzer. Denn neben der "Paid-Search-Option" soll auch der Weg, wie Nutzer nach Apps suchen, verändert und verbessert werden. Genaue Details dazu gibt es zwar noch nicht, die Richtung ist aber klar: Apple greift Google in deren eigentlichem Kerngeschäft an: Der Suche. Damit wird der App-Store noch mehr zur eigenen Suchmaschine für Inhalte und für Online-Händler als Traffic- & Neukundenquelle nochmals attraktiver.

Der Schritt erscheint logisch: Schon heute werden die Mehrzahl der Online-Käufe via App getätigt. Mit einer starken und gut integrierten App-Store-Suche inklusive Werbeoptionen, wird das Spielfeld für (Shopping-)App-Betreiber noch weiter geöffnet:

app-vs-web-2Weltweit shoppen bereits 64% der Nutzer über eine App, Quelle: Coupofy

Mehr (bessere) Kunden für's Geld: Höherer ROI erwartbar

Schon beim Thema App-Indexing hat sich gezeigt: Viele Online-Händler nutzen Ihre Chance, auf einem derzeit noch unterbesetzten Feld aktiv zu sein, noch nicht wirklich aus. Auch beim Thema App-Store-Werbung wird der Wettbewerb, zumindest zu Beginn, erwartbar kleiner sein - und damit auch der Kostenfaktor in Relation zum Ertrag. In Zeiten von stetig steigenden AdWords-Kosten und einem ohnehin mobil geprägten Suchverhalten, ein nicht zu verachtender Vorteil für den einzelnen App-Betreiber.

Und das Beste: Die so gewonnen Nutzer sind, sobald die App installiert ist, um ein vielfaches wertvoller, als ein Nutzer, der über AdWords und den Browser im Online-Shop gelandet ist. Die deutlich höheren Kundenbindungseffekte einer App (Punkt 4) zahlen sich hier also gleich doppelt aus.

Fazit:

Wann Apple konkret mit den eigenen Maßnahmen an die Öffentlichkeit geht und in welchem Umfang die neuen Features im App-Store released werden, ist noch unklar. Doch wie Krishna Subramanian, (Co-Founder, Captiv8) sagte “it’s going to be huge”.

Mobile Optimierung

Alexander Köhler

Autor: Alexander Köhler

Alexander Köhler war viele Jahre lang Geschäftsführer der eCommerce-Agentur conpark sowie Herausgeber der eCommerce Lounge und des E8-Magazins. Der ehemalige Shopgate-Mitarbeiter beschäftigt sich vorrangig mit Trends und neuen Geschäftsmodellen im E-Commerce, allem voran Mobile Commerce.

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