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Content Marketing im E-Commerce – 4  geniale Beispiele

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Es ist das Herzstück Ihres Online-Shops und gewinnt im E-Commerce zunehmend an Bedeutung: Content Marketing. Zu recht, verfolgt diese Werbemaßnahme doch das Ziel, den Website-Besucher mittels Storytelling mit Informationen rund um das angebotene Produkt nicht nur zu entertainen, sondern auch langfristig zu binden. Wie sehr die Kraft einer guten Geschichte ein Produkt materiell aufwerten kann, zeigte jüngst ein Experiment, das die Wirkung von Storytelling auf den E-Commerce-Umsatz ermittelte: Auf dem Flohmarkt wurden für nur einen US-Dollar gekaufte Gegenstände im Internet versteigert und mit fiktiven Stories angereichert. Das Ergebnis war eine durchschnittliche Preissteigerung um 2.700 Prozent. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist das einer Plastikflöte. Die Autorin Deb Olin Unferth spann eine Geschichte um das Musikinstrument mit denkbar einfachen Zutaten: ein kleines afrikanisches Land, ein Botschafter und ein Prinz, der zwei Tage durch das Land ritt, um an die Flöte zu gelangen. Statt für einen Dollar fand die Plastikflöte für 60 Dollar einen neuen Besitzer.

Ob mit oder ohne Flöte – Das Ziel von Content Marketing besteht darin, dem Kunden Anreize zu bieten, das Produkt zu kaufen und möglichst schnell wiederzukommen.

Wir haben uns ein bisschen umgeschaut und 4 unterschiedliche Beispiele gefunden, wie Sie Ihre Kunden zum Wiederkommen bewegen. Lassen Sie sich inspirieren!

1. Gesicht zeigen – Odernichtoderdoch

Odernichtoderdoch, der Online-Shop mit dem ausgefallenen Namen für Bürobedarf und Wohnaccessoires, setzt in seinem Blog ganz auf die Kraft der Persönlichkeit seiner Mitarbeiter. Deren individuelle Geschichten geben dem Unternehmen ein Gesicht und hauchen den Produkten Leben ein. So bei dem folgenden Beispiel.

Odernichtoderdoch_Von Stiften, die dein Leben beeinflussen.png

Es gibt unzählige Möglichkeiten, ein paar Filzstifte mit leicht ausradierbarer Funktion zu bewerben. Im Blogbeitrag „Von Stiften und Entscheidungen, die dein Leben beeinflussen” geschieht dies auf geradezu existenzielle Weise. Die Mitarbeiter von Odernichtoderdoch konfrontieren sich mit ihrer ganz persönlichen, bis dato wichtigsten Lebensentscheidung – und lassen die Leser in einer Zeichnung mit den Filzstiften daran teilhaben. Zum Beispiel Joana, die sich mit der Frage beschäftigt, ob ihre berufliche Zukunft in der Selbstständigkeit liegt oder im Angestellt-Sein.

Odernichtoderdoch_Blogbeitrag Stifte.png

Das Feedback der Leser kommt prompt und zeigt, dass der Online-Shop mit der ungewöhnlichen Produktvermarktung ins Schwarze getroffen hat:

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Das Beispiel Odernichtoderdoch bekräftigt: Gesicht zeigen lohnt sich immer!

 2. Mit Abwesenheit glänzen – Massimo Dutti

Konträr dazu entscheidet sich der Fashion-Shop Massimo Dutti auf seinem Blog für eine ungewöhnliche Art des Storytellings: Die Mode kommt hier nämlich gar nicht vor. Im Bereich „Paper” bietet der Online-Shop für Herren-, Damen- und Kindermode die Kategorie Best tips of Massimo Dutti Planet. In hochwertiger Magazin-Optik werden die 12 interessantesten internationalen Städte vorgestellt, in denen Massimo Dutti mit Stores vertreten ist – darunter Lissabon, London und Madrid.

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Zu jeder Stadt folgen kurze Text-Bild-Sequenzen, die ein Schlaglicht auf die Highlights der jeweiligen Stadt werfen.

Frauen_Lissabon_Massimo Dutti Planet.png

Doch in den Kurztexten erfahren wir nichts über Massimo Dutti und seine Produkte. „Hauptperson” ist immer ein Touristenmagnet einer europäischen Stadt. Wie die Straßenbahn 28, älteste Straßenbahnlinie von Lissabon, die heute noch beinahe so aussieht, wie bei der Einführung in den Dreißiger Jahren. Obwohl der Modehersteller nicht mit seinen Produkten wirbt, schwingt Massimo Dutti als Label in jeder Stadt, jeder Sehenswürdigkeit und jedem noch so kleinen Detail der erlesenen Bilder als Subtext mit. Denn der Modehersteller weist sich selbst als Kenner der unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten jener Metropolen aus, in denen er mit Filialen vertreten ist. Er wird zum weltgewandten Reiseführer, der sein Wissen an seine Leser weitergibt. Die Botschaft: Jeder, der Teil des „Massimo-Dutti-Planeten” ist, indem er Massimo-Dutti-Mode trägt, ist Teil dieser gelebten europäisch-asiatischen Kultur. Ein genialer Schachzug des Labels und ein wunderbares Beispiel dafür, wie man mit Abwesenheit buchstäblich glänzen kann. 

3. Die Macht der (Bewegt-)Bilder nutzen – Bulls Bikes

Bulls Bikes, der Online-Shop für hochwertige Fahrräder, Mountainbikes und E-Bikes, setzt in seinem Blog beim Storytelling auf großflächige, emotionale Natur-Bildwelten in wunderschöner Magazin-Optik.

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In den Inside-Team Bulls-Stories dreht sich alles um Profi-Mountainbiking. In einem Mix aus Fotostory und Video-Content erleben wir hautnah mit, wie das Team Bulls dank der hochwertigen Mountainbikes schwierige Etappenrennen wie das Cape Epic in Südafrika meistert.

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Das Faszinierende bei diesem Produktstorytelling: Das Fahrrad ist die ganze Zeit Hauptakteur. Im Normalfall wäre eine derart aggressive Vermarktung Garant für ein entnervtes Abwenden vom Produkt. Doch hier kann man sich dem Bann der Bilder nicht entziehen. Das Mountainbike wird zum Kern einer Geschichte um Männlichkeit, Spaß, sportlicher Konkurrenz und Kameradschaft, die schon kleinen Jungs erzählt wird. Einer Geschichte, an der jeder Mann teilhaben möchte – und sei es nur über professionell gemachte Videos und fantastische Bilder.

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„Wir siegen zusammen und wir verlieren zusammen”, so Tim zu seinem Mannschaftskameraden Karl, nachdem das Team Bulls wegen Karl am Ende der Etappe aus den Top 10 gefallen ist. Die Botschaft an den Leser und zukünftigen Bulls-Bikes-Fahrer: Wer ein solches Fahrrad fährt, kann nur gewinnen. Schließlich haut einen echten „Bullen” nichts vom Rad.

4. Die Geschichte dahinter erzählen – Rausch

Der Edelschokoladenhersteller Rausch nimmt den eigenen Markennamen wörtlich und  inszeniert seine Produkte im Blog in einem Mix aus auditivem und visuellem Erleben. Der Leser wird mitgenommen auf eine Reise zu den Ursprüngen der Rausch-Schokoladenkreationen, die bis ins Reich der Maya zurückgeht. Unter dem Motto „Wo Edelkakaos herkommen” tauchen wir ein in eine auditive Erlebnisreise mit geradezu „rauschhaften” Bildwelten, an deren Ende wir viel gelernt haben, in die faszinierende Welt des Amazonas entführt wurden und unbändige Lust auf Schokolade verspüren ...

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Fazit – Jedes Produkt erzählt seine eigene Geschichte

Der britische Neurologe und Schriftsteller Oliver Sacks hat einmal treffend gesagt: „Biologisch gesehen unterscheiden wir uns nicht so sehr voneinander. Doch als Erzählung ist jeder von uns einzigartig.“ Das gilt auch für das Storytelling von Produkten. Trauen Sie sich also, eine einzigartige Geschichte um Ihre Produkte zu kreieren. Sie werden sehen, es lohnt sich!

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Stefanie Evita Schaefer

Autor: Stefanie Evita Schaefer

Stefanie Evita Schaefer ist Content Marketing Manager bei Shopgate. Als gelernte Literaturwissenschaftlerin und frühere Lektorin ist sie geübt darin, die unterschiedlichsten E-Commerce-Themen verständlich auf den Punkt zu bringen. Ihr Interesse gilt immer der Perspektive des Online-Händlers, den sie mit Hintergrundwissen und Tipps in seinem Daily Business unterstützt.

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