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Die 5 wichtigsten Trends im E-Commerce für 2016

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Der Trend in Richtung Onlinehandel wird auch 2016 anhalten. Eine aktuelle Studie im Auftrag des Deutschen Verbands der Internetwirtschaft zeigt, dass der E- Commerce Markt bis 2019 um 12% pro Jahr wachsen wird. Konkret bedeutet das eine Umsatzsteigerung von 33,1 auf 57,9 Mrd Euros (2015 bis 2019). Bestimmte Branchen wie Fashion und Elektronik werden besonders stark wachsen. Dem steht natürlich der zunehmende Wettbewerb gegenüber. Jeder versucht ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen.

Folgende 5 Trends sollten Onlinehändler im Visier behalten, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

1. Kundenfokus & Kundenloyalität

Es wird immer schwieriger, Kunden zu halten und zu erneuten Einkäufen zu bewegen. So etwas wie Loyalität gegenüber Händlern und Plattformen gibt es nur noch in Einzelfällen. Käufer werden vermehrt zu Einmalkunden. Dementsprechend wird es immer wichtiger, den Kunden voll und ganz in den Mittelpunkt zu stellen. Das betrifft alle Geschäftsbereiche.

Grundvoraussetzung dafür ist ein umfangreiches Kundenverständnis. Basierend auf vorhandenen Informationen und Kundendaten lassen sich deren Herausforderungen und Wünsche bestens herausarbeiten. Je besser es Onlinehändlern gelingt, die individuellen Bedürfnisse von potentiellen Kunden anzusprechen, desto höher wird auch die Conversion Rate und letztendlich auch Customer Lifetime Value. Zusätzliche Features wie Live-Chat (z.B. mit zopim), kostenloser Kundensupport oder flexibler Versand sind dankbare Beispiele, wie man den Kunden individueller „abholen“ kann.

Live-Chat Beispiel für Live-Chat, Quelle: sendcloud.de

2. Omnichannel

Kunden unterscheiden schon lange nicht mehr zwischen online und offline. Heutzutage sind sie über alle Vertriebskanäle hinweg aktiv - teilweise sogar zeitgleich. Die Grenzen verschwimmen mehr und mehr. Ein Bespiel dafür ist, wenn Kunden im Laden mobil auf die Website des Verkäufers zugreifen.

Wie auch immer der Kaufprozess aussieht, das ideale Kauferlebnis sollte im Mittelpunkt stehen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass relevante Kundendaten (z.B. persönliche Anrede, bereits geäußerte Wünsche etc.) von überall und aktuell abgerufen werden können. Sinnvolle CRM-Systeme für kleine und mittlere Webshops sind unter anderem Zendesk oder Nutshell.

3. Mobile Commerce

Bereits 2014 hat die mobile die Desktop-Internetnutzung weltweit überholt. Ähnliche Tendenzen zeichnen sich im Mobile Commerce - also dem Onlineshoppen via Smartphone und Tablet - ab. Eine internationale Studie von RetailMeNot ergab, dass das deutsche M-Commerce Geschäft von 2013 auf 2014 um satte 130,8 Prozent gestiegen ist. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland auf Platz zwei (30%) hinter Großbritannien (43%), aber vor den USA (29%). Zudem hat es sich gezeigt, dass Internetnutzer bei der mobilen Suche in der Regel weitaus höhere Ansprüche an eine gute User Experience haben als bei der Desktop-Suche.

M-Commerce_internationaler_VglInternationaler Vergleich der Umsätze im Mobile Commerce, Quelle: statista

Daher ist es unumgänglich, dass Onlineshops inklusive Zahlungsabwicklung für mobile Endgeräte optimiert sind. Ladezeiten, Nutzerführung und Design (Responsive Design) müssen einwandfrei funktionieren. Weist der mobile Shop zu viele Fehler auf oder ist er gar nicht mobil optimiert, springt der Kunde sehr schnell ab und kommt Worst-Case nie wieder.

4. Amazon & Co SEO

Das klassische SEO wird immer komplexer und zeitintensiver. Nachdem Google den Algorithmus fortlaufend verändert und die CPC (Cost-per-Click) für prominente Keywords immer teurer werden, suchen Onlinehändler nach cleveren Alternativen. Deswegen gewinnen Marktplätze wie Amazon, eBay oder Rakuten nicht nur als ergänzender Vertriebsweg sondern auch als Vermarktungsplattform zunehmend an Bedeutung. Abhängig davon, ob nur Eigen- oder auch Drittprodukte angeboten werden, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten wie das Ranking bzw. die Buybox optimiert werden können.

Amazon-RakingOptimierungsstrategie in Abhängig vom Produkttype, Quelle: marketplace-analytics.de

Neben dem Preis sind folgende Faktoren ausschlaggebend für die Rangordnung:

  • Sortiment (einzigartiges Angebot)
  • Versandbedingungen (Dauer und Kosten)
  • Produktdarstellung (Titel, Fotos, Bilder, Beschreibung, zusätzliche Produktinformationen etc.)
  • Rücknahmekonditionen
  • Komfort (kein Benutzerkonto anlegen)
  • Kundenbewertungen
  • Kundenservice (inklusive Reaktionsdauer)
  • Balance (Gleichgewicht zwischen Preis und Menge) etc.

Leider steigt mit der Anzahl der gewählten Marktplätze nicht nur der mögliche Absatz und Marketingnutzen sondern auch der Verwaltungsaufwand in Bezug auf Versandabwicklung und Kundenkommunikation. Glücklicherweise gibt es mittlerweile clevere Software-Lösungen, die eine (kostenlose) Anbindung oder API-Schnittstelle zur Verfügung stellen und somit eine nahtlose Integration von Marktplätzen, Shopsystemen und Versanddienstleistern ermöglichen.

5. Flexibler Versand

Der deutsche Online-Shopper stellt hohe Anforderungen an den Versand. „Kunden fordern flexible Lieferzeiten und Abholmöglichkeiten wie z.B. lokale Paketshops und –stationen.“ weiß Logistikexperte Rob van den Heuvel zu berichten. Zudem möchten sie mehr Genauigkeit in Bezug auf Lieferzeiten. Bei DPD beispielsweise lässt sich diese bis auf eine Stunde einschränken. Per GPS kann die Lieferung punktgenau getrackt werden.

Das Thema Same-Day-Delivery wird auch immer aktueller. Mit der Einführung der „Lieferung am selben Tag“ in 14 deutschen Städten hat Amazon einen neuen Meilenstein in der deutschen Logistikbranche gesetzt. Obwohl aus einem aktuellen Report der Internet World Messe hervorgeht, dass das Thema noch mehr wie Zukunftsmusik für Kunden klingt, werden diese sich schnell an diesen Service gewöhnen und als „Standard“ ansehen.

Logistiktrends2016E-Commerce Logistik in 2015, Quelle: Internet World Messe

Internationaler Versand wird ebenfalls immer mehr zum erwartet. So wie es Konsumenten in Wirtschaftsräumen wie der EU gewohnt sind, sich frei und flexibel zu bewegen, erwarten sie das gleiche vom Warenverkehr. Internationaler Versand ohne großartige Zusatzkosten wird bald zum Alltag gehören. Das wissen auch Logistiker wie DPD, DHL oder das E-Commerce Start-Up SendCloud, die vermehrt internationale Lösungen anbieten.

Studien & Trends

Alexis Seyfried

Autor: Alexis Seyfried

Alexis Seyfried ist Senior Marketing Manager beim E-Commerce Startup SendCloud. Als langjähriger Kommunikations- und Marketingexperte für innovative und nachhaltige Projekte kennt er die Herausforderungen im zunehmend umkämpften Online- und E-Commerce-Business. Klare strategische Planung gepaart mit einem gesunden Maß an "Trial & Error" sind sein persönlicher Erfolgstipp.

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