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Google AdWords – Neuerungen, Tipps und Tricks

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Google Adwords, das mit Abstand populärste SEA-System der Welt, wird von dem Marktgiganten permanent erweitert und mit neuen Anwendungen optimiert. Damit Sie bei den vielen technischen Erweiterungen nicht den Überblick verlieren, bringt unser Gastautor Marius Trojca – freiberuflicher Brand- und E-Commerce Manager – Sie in seinem Beitrag auf den neuesten Stand. Zusätzlich verrät er Ihnen, mit welchen Tipps und Tricks Sie User elegant auf Ihren Online-Shop aufmerksam machen.

Google-Neuerungen

1. Anzeigen am rechten Rand gibt es nicht mehr

Manche werden sich vielleicht noch erinnern: Bis Anfang 2016 gab es auf der rechten Seite der SERP’s (Search Engine Result Pages) bis zu sieben weitere Anzeigen von AdWords. Nun bleibt dieser Platz den Produktanzeigen (Google Shopping) und dem Knowledge Graph vorbehalten. Dadurch werden mehr Google-Shopping-Produkte angezeigt, als früher. Laut Google dient dies einem einheitlichen Bild auf Desktop-Rechnern und mobilen Geräten, aber sicherlich soll mit dieser Maßnahme auch Google Shopping selbst gestärkt werden. Es bleibt auch festzuhalten, dass der Bereich der organischen Suchergebnisse in den letzten Jahren immer kleiner geworden ist. Ohne zu scrollen blickt man zuerst nahezu ausschließlich auf bezahlbare Anzeigen.

So sahen die Anzeigen bis Mitte Februar 2016 aus:

AdWords01.jpg

 

So sehen die Anzeigen nach dem 22. Februar 2016 aus:

AdWords02.jpg

 

Und so sehen sie heute aus: AdWords03.jpg

 

Wie man sieht, werden die Produkte in Google Shopping nun größer und detaillierter dargestellt. Sie nehmen so viel Platz ein, wie alle Anzeigen auf der linken Seite.

Zwischendurch sah Google folgendermaßen aus:

AdWords04.jpg 

Hier gab es nur eine einzige gelbe Markierung rechts oben mit dem Vermerk „Anzeigen“ (nicht mehr bei jeder Anzeige) und eine dünne, kaum auffallende Trennlinie zwischen den organischen und den bezahlbaren Ergebnissen. Man bekam das Gefühl, dass Google hier experimentiert hat, wie weit man gehen kann, um den Unterschied zwischen bezahlter Werbung und organischer Suche möglichst zu verwischen. 2012 konnte noch jeder zweite nicht zwischen den organischen und den bezahlbaren Ergebnissen unterscheiden (SEObook Studie 2012), 2015 sollen es etwa fünf Prozent gewesen sein. Eine neue Darstellung würde die User höchstwahrscheinlich für eine gewisse Zeit verunsichern. Der Nutzen für Google wäre sicherlich groß. Wie wir wissen, klicken viele Suchende auf die ersten Ergebnisse. Diese Plätze werden ohnehin von den bezahlten Anzeigen eingenommen, woran Google ja sehr gut verdient. Würde man den Unterschied zwischen den bezahlten Werbeanzeigen und den organischen noch weiter verwischen, würde man auch diejenigen User mittelfristig zum Klicken auf die bezahlten Ergebnisse animieren, die sich bisher bewusst auf die organischen konzentriert haben.

2. Keine Display-Anzeigen mehr in Flash

Wie Google am 09. Februar 2016 bekannt gab, verabschiedet sich das Unternehmen ab Juni von Flash-Anzeigen im Display-Netzwerk. Ab Januar 2017 werden sie gar nicht mehr unterstützt. Display-Anzeigen sollten in Zukunft also nur noch im HTML5-Format erstellt werden. Für die Umstellung von bestehenden Anzeigen hat Google ein nützliche Tipps zusammengestellt.

3. Die Countdown-Funktion

Nach wie vor sehr unbekannt und kaum aufzufinden ist die Countdown-Funktion von AdWords, die Sie in die Anzeigen einbauen können. Wenn Sie also auf ein bestimmtes Datum oder die knappe Anzahl an verbleibenden Artikeln hinweisen wollen, dann sollten Sie dieses Werkzeug einsetzen. Eine sehr ausführliche Beschreibung dieser Funktion finden Sie hier.

4. Responsive-Anzeigen

Neben den Schlagwörtern der vergangenen Jahre wie „Responsive-Homepages” und später auch „Responsive-Newsletter” u.Ä. gibt es seit August 2016 die Responsive-Anzeigen von Google.  Diese sind so ausgelegt, dass sie sich für verschiedene Größen und Formate eignen, sofern Ihre Bilder den Vorgaben von Google entsprechen. Dies dürfte vor allem den Werbetreibenden viel Arbeit abnehmen, da sie keine zahlreichen Anzeigen mehr erstellen müssen, um alle Anzeigengrößen abzudecken. Größe und Format werden automatisch an die Werbefläche angepasst. So lösen die Responsive-Anzeigen ein großes Problem von Werbetreibenden vor allem im Display-Netzwerk. Zudem hat man dadurch Text- und Bild-Anzeige in einem.

Eine Responsive-Anzeige lässt sich in der AdWords-Oberfläche auf Anzeigenebene erstellen. Sie benötigen nur ein Bild, einen Titel, einen Text mit maximal 90 Zeichen, den Unternehmensnamen und eine finale URL. Auch ein Logo kann hochgeladen werden. Die Erstellung einer Responsive-Anzeige funktioniert intuitiv und geht sehr schnell.

Tipps und Tricks

Ein paar Tipps wurden im Rahmen der großen AdWords-Reihe im Blog bereits vorgestellt, wie z.B. die Anzeigenerweiterungen. Zum Schluss möchte ich Ihnen eine hilfreiche Auswahl der wichtigsten Strategien, Tipps und Tricks ans Herz legen, mit denen Sie das Optimum aus AdWords herausholen können.

1. Bietpreise

Wenn Sie eine neue Kampagne oder Anzeigengruppe erstellen und sich Gedanken über die Bietpreise machen, beherzigen Sie den folgenden Rat: Bieten Sie nicht zu wenig! Wenn Sie 5 Euro als Höchstpreis anbieten, heißt es ja noch lange nicht, dass Sie die 5 Euro auch tatsächlich zahlen müssen. Sie zahlen immer nur etwas mehr, als derjenige, der unter Ihnen geboten hat. Wenn Sie allerdings von vornherein sehr wenig bieten, kann das negative Auswirkungen auf Ihren Qualitätsfaktor haben, der – wie wir schon gelernt haben – eminent wichtig ist. Haben Sie einmal zu wenig geboten und sich den Qualitätsfaktor zerstört, ist es schwierig, ihn wieder herzustellen. Bieten Sie also lieber etwas mehr, als zu wenig, und passen die Preise nur dann nach unten an, wenn Sie auf Dauer bei den hohen Preisen nicht mitbieten wollen.

2. Keyword-Optionen

Grundsätzlich sollten Sie versuchen, von allen Keyword-Optionen Gebrauch zu machen: Weitgehend passend, +modifiziert weitgehend passend, „Passende Wortgruppe“ und [Genau passend].

Wichtig ist, dass Sie vor allem bei den weitgehend passenden Keywords die auszuschließenden Keywords verwenden. Prüfen Sie immer wieder unter „Suchbegriffe”, welche Keywords Sie gebrauchen könnten und welche Sie vielleicht ganz ausschließen sollten, um Kosten zu vermeiden und die Relevanz aufrechtzuerhalten.

3. Anzeigentexte rotieren

Lassen Sie immer mehrere Anzeigentexte gegeneinander laufen. Wichtig ist, dass Sie in den Kampagnen-Einstellungen bei der Anzeigenschaltung schalten auf „Unbestimmte Anzeigenrotation: Anzeigen mit schlechterer Leistung werden in gleichmäßigerem Verhältnis zu leistungsstärkeren Anzeigen geschaltet. Es findet keine Optimierung statt“. So kann sich der erfolgreichste Text ganz natürlich an die Spitze kämpfen und wenn genügend Klicks vorhanden sind (spätestens aber nach 90 Tagen), können Sie nach und nach die anderen Anzeigen pausieren oder den Favoritentext in leicht veränderter Form nochmals gegeneinander laufen lassen. Achten Sie darauf, dass das Haupt-Keyword im Titel vorkommt.

4. Zielgerichtete und relevante Keywords nutzen

Schalten Sie zu Beginn lieber kleine, überschaubare Anzeigen mit sehr zielgerichteten und relevanten Keywords und bauen diese dann nach und nach aus. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Haupt-Keywords und bauen um diese herum Ihre Anzeigen aus und fügen neue, passende Keywords hinzu.

5. Regionale Ausrichtung bei Google AdWords

Google sieht vor, dass Sie nur in einer Stadt, einem Bundesland oder einem beliebigen Land werben können. Wenn sich Ihnen die Möglichkeit dazu bietet: Werben Sie unbedingt regional. Dies ist mit vielen Vorteilen verbunden (Erscheinen z.B. auch auf Google Maps) und Ihre Konkurrenten tun es sicherlich auch. Machen also auch Sie davon Gebrauch!

6. Conversion-Tracking nutzen

Unmöglich, aber wahr: Es gibt Firmen, die ohne Conversion-Tracking schon Zigtausende von Euros für AdWords ausgegeben haben. Halten Sie sich vor Augen: Sie haben nichts davon, online zu werben, wenn Sie nicht wissen, wie viel welcher Klick kostet, wo Ihre Kunden herkommen, welche Keywords Sie genutzt haben, welchen Weg Sie auf Ihrer Website genommen haben, wie groß Ihre Conversion-Rate ist, wie hoch der prozentuale Anteil der Werbungskosten am Gesamtumsatz ist, etc.

7. Optimierte Kampagnen-Einstellungen

Optimieren Sie Ihre Kampagnen-Einstellungen: Anfänger vernachlässigen die Einstellungen bei den Kampagnen oft. Das rächt sich später meist. Vor allem dann, wenn die Display-Gebote nicht eigens eingegeben werden und womöglich zu hohen CPC-Durchschnittswerten führen.

8. Optimieren Sie das Display-Netzwerk

Mit dem Google-Display-Netzwerk haben viele gehadert, weil es zwar zu einigen Impressions und vor allem Klicks führt, aber keine Conversions generiert. Das verursacht nur Kosten, bringt aber keine Einnahmen. Es gibt jedoch Einsatzgebiete, bei denen das Display-Netzwerk durchaus seine Berechtigung hat. Zum einen stärken die vielen Impressions Ihre Marke und die Klicks die Besucherzahlen. Zum anderen haben Sie bei der Ausrichtung der Display-Kampagnen die Möglichkeit, Ihre Zielgruppe recht genau zu definieren. Wenn Sie diese also gut kennen und eingrenzen können, sollten Sie damit durchaus Erfolg haben.

Daneben sollten Sie regelmäßig einen Bericht über die Plazierungsleistung erstellen. Dort sehen Sie genau, welche Domains Ihre Werbeschaltung ausgelöst haben und vor allem, welche Domains nur Traffic liefern und welche tatsächlich konvertieren. Schließen Sie die nicht konvertierenden aus. Überlegen Sie sich bei den konvertierenden, ob Sie diese manuell für ein Placement auswählen sollten.

Fazit

Nachdem Sie nun auf den neuesten Stand gebracht und mit den wichtigsten AdWords-Kniffen versorgt sind, heißt es: Loswerben und neue Kunden für Ihren Shop gewinnen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

 

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Das Big Picture haben Sie verstanden, jetzt möchten Sie in die Details gehen? Dann ist unser sechsteiliges Google AdWords-Tutorial genau das Richtige für Sie.

Mobile Optimierung, Mobile Marketing, SEA

Marius Trojca

Autor: Marius Trojca

Maximus Marius Trojca, Kommandeur der Truppen bei Soft Xpansion GmbH & Co. KG, Tribun Dipl. Soz. Wissenschaftler, freiberuflicher Brand- & E-Commerce Manager, Treuer Diener des wahren Imperators - der sozialen Marktwirtschaft, Vater von zwei Söhnen, Mann einer liebenden Frau, und Buchautor - in diesem Leben, oder im nächsten…

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